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18.01.2015, 12:44 Uhr | Schwarzwälder-Bote / Bodo Schnekenburger
Herbstwetter trübt die Tour nicht

Sulz/Vöhringen. Als Volker Kauder zuhause in Tuttlingen losfährt, liegt Schnee. In Vöhringen haben sich Wiesen und Äcker vom Regen vollgesogen. Die CDU-Winterwanderung ist am Samstag eine eher spätherbstliche. Doch die Teilnehmer sind gut gerüstet.

Treffpunkt ist am Ortsrand von Vöhringen bei Hans Beilharz, der für die vier Dutzend Teilnehmer eine Stärkung – und für den Bundestagsabgeordneten Volker Kauder die Information, dass dieser in Sachen Dienstzeit als Unions-Fraktionschef alle Vorgänger hinter sich gelassen habe. Nach der Begrüßung durch die Vöhringer CDU-Ortsverbandsvorsitzende Andrea Kopp, Stärkung und Startschuss geht es Richtung Kastell. Ziel ist das Gelände, auf dem das Gewerbegebiet InPark A81 geplant ist. Sulz’ Bürgermeister Gerd Hieber hat ebenso anschauliche wie unhandliche Pläne mit auf den Weg genommen, die er mit einem großen Regenschirm schützt.

Unterdessen wird diskutiert. Gäubahn ist ein Thema, der Bahnhof in Sulz. Doch werden auch ganz private Informationen ausgetauscht. Der ganze Trupp ist guter Dinge, als Hieber stoppt. Die Stelle ist bestens geeignet, die Besonderheiten des Areals – etwa die Versorgungsleitung für die Bahn, die Lage der alten Ziegelei, die Erschließungsmöglichkeiten zu zeigen. Außerdem liegt sie ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Sulz und Vöhringen. Das mag in diesem Moment auch den interkommunalen Aspekt betonen. Dieser verstellt nicht den Blick nach Stuttgart. Dort wissen sich die Wanderer vom Landtagsabgeordneten Stefan Teufel, der im Gespräch mit Hieber beweist, dass er den aktuellen Stand präsent hat, gut vertreten.

Gut vertreten ist der Mittelstand bei der nächsten Station. Fünf Minuten Verspätung – der Besuch der Firma wafi Walter Fischer GmbH & Co. KG auf Kastell. Brigitte Fischer, die mit ihrer Schwägerin die Geschäftsführung des metallverarbeitenden Unternehmens teilt, erzählt dessen Geschichte von den Ursprüngen im Neuneck bei Glatten der Wirtschaftswunderzeit, nach der Konzentration auf den Geschäftszweig mit spanabhebender Verformung den Umzug nach Sulz auf die Schillerhöhe, schließlich 2008 die Verlagerung der Produktion nach Kastell. Und sie präsentiert sich als Mittelständlerin aus Überzeugung. Die Zahl der Mitarbeiter habe sich seit 2008 verdoppelt. Was diese am Standort Kastell machen, lassen sich die Teilnehmer bei einer Betriebsführung ausgiebig zeigen und erklären.

Unterdessen drängt Tobias Bronner, der Sulzer CDU-Stadtverbandsvorsitzende, zum Aufbruch. Es steht noch die Weiterwanderung nach Sigmarswangen mit Besichtigung der Kirche aus. Pfarrer Thomas Hämmerle wartet bereits – und gerne greift er den Wunsch auf, gemeinsam "Großer Gott, wir loben Dich" und in selber ökumenischer Verbundenheit genauso auch das "Vater unser" zu beten. Einige zieht es noch die schmalen Stufen in den Glockenstuhl hinauf, dann geht’s ins "Bürgerstüble".